Künstlerhaus Göttingen
im Lichtenberghaus
Weißer Saal
16.02. – 02.07.17

Das Jubiläum des 275. Geburtstags von Georg Christoph Lichtenberg gibt 2017 Anlass, analog zum unkonventionellen Denken des Göttinger Gelehrten der Aufklärungszeit, inspiriert durch seine Person und sein Wirken, neue Sichtweisen in der Kunst zu eröffnen.
4 Göttinger Künstlerinnen und Künstler werden in den 4 Kunstsequenzen 2017 ihre künstlerische Resonanz auf das Lichtenbergsche Wirken im Weißen Saal des Künstlerhausvereins im Lichtenberghaus der Öffentlichkeit vorstellen.
Gfördert von der und der



16.02. - 19.03.17
Georg Hoppenstedt
Lichtenbergsche Figuren - Objekt-Aphorismen

Vernissage: Donnerstag, den 16. Februar um 19 Uhr
Einführung: Michael Stoeber, Hannover
Finissage: Sonntag, den 19. März ab 15 Uhr mit Führung des Künstlers durch die Ausstellung

Lichtenberg war ein unkonventioneller Denker, dessen Aphorismen uns auch heute noch zum Nachdenken anregen. Ein Aphorismus ist ein zugespitzt formulierter Gedanke, der zu einer überraschenden Erkenntnis führt. In diesem Sinne versuche ich in meiner Ausstellung mit Objekt-Installationen bildnerische Konstellationen zu schaffen, die eine vergleichbare Wirkung erzeugen. Dabei lasse ich mich von dem Sudelbucheintrag Lichtenbergs leiten: „Man muss etwas Neues machen um etwas Neues zu sehen“ (Heft J 1770).




23.03. - 23.04.17
Sabine Harton
Demant - Auswüchse – Rauminstallation

Vernissage: Donnerstag, den 23. März um 19 Uhr
mit einem Gespräch, das der Kunstkritiker Michael Stoeber aus Hannover mit der Künstlerin führt.

Lichtenberg war ein scharfer Beobachter und Denker, der sich und die Welt mit treffendem, hintergründigem Zynismus und Humor beschreibt.
Zu seinem buckligen Erscheinungsbild schreibt er: "bey mir liegt das Hertz dem Kopf wenigstens um einen ganzen Schuh näher als bei den übrigen Menschen“ und „Ein König läßt befehlen, daß man bei Lebensstrafe einen Stein für einen Demant halten soll. [D 99].“
Die Ausstellung ließe sich, frei nach Loetscher, folgendermaßen zuspitzen:
Der große Austausch der Buckel findet statt: des Buckels, den einer sichtbar trägt und jenes Buckels, den die anderen haben, ohne dass man ihn sieht. So stellt sich ein Moment der Gleichheit ein. Es ist der Augenblick, in dem der Zirkus aufhört und die Kunst beginnt.



27.04. - 28.05.17
Christel Irmscher
"Neue Blicke durch die alten Löcher" G.C.L.

Vernissage: Donnerstag, den 27. April um 19 Uhr
mit einem Gespräch, das der Kunstkritiker Michael Stoeber aus Hannover mit der Künstlerin führt.

Ausstellungsführung durch die Künstlerin am Sonntag, den 21. Mai um 15 Uhr

"Ein weißer Bogen Papier flößt mehr Respekt ein, als der schönste Bogen Makulatur.
Es füllt einen mit einer Begierde ihn zu beseelen." G.C,L.

"Die letzte Hand ein sein Werk legen das heißt es verbrennen." G.C.L.




01.06. - 02.07.17
Fintan Whelan
Lichtenberg - Insprierte Experimente

Vernissage: Donnerstag, den 1. Juni um 19 Uhr
mit einem Gespräch, das der Kunstkritiker Michael Stoeber aus Hannover mit dem Künstler führt.

Ausstellungsführung durch den Künstler am Sonntag, den 18. Juni um 15 Uhr

"Es scheint, als wenn allen Entdeckungen eine Art Zufall zum Grunde läge, selbst denen, die man durch Anstrengung gemacht zu haben glaubt." ("Sudelbuch", L 806)