Künstlerhaus Göttingen
im Lichtenberghaus

Weißer Saal
15.03. - 14.04.18
Martin Meiswinkel
KRONOS

Eröffnung: Donnersag, 15. März, 19:00 Uhr

Einführung: Tina Fibiger, Kulturjournalistin

Waren Martin Meiswinkels frühere Arbeiten vor ihrer Ausführung am Computer mit äusserster Präzision vorbereitet, so entwickelte sich seine Kunst später zugunsten des Prozesshaften und Zufälligen. So benutzt er bei den Druckstockmaterialien beispiels- weise Industrieholz, das zwar für den Druckvorgang selbst weniger gut geeignet ist, doch so zu unberechenbaren Veränderungen führen kann.
Durchdrungen sind Meiswinkels Werke von den Fragen: »Ab wann wird aus Farbe und Leinwand ein Bild und wann ist ein Gemälde vollendet? Wie entsteht aus einer zweidimensionalen Anordnung von Farbflächen ein Bildraum und wie kann der Übergang zu einer dreidimen- sio-nalen Konstruktion aussehen?« Unübersehbar ist Martin Meiswinkels Bezug zu den gegenstandslosen abstrakten Strömungen in der Kunstgeschichte, die all seinen Arbeiten innewohnen.

1973 geboren in Tübingen
1996–2003 Studium an der Kunstakademie Münster bei Heinz Breloh und Ulrich Erben
2001 Ernennung zum Meisterschüler
2003–2004 MA Fine Art, Chelsea College, London.
Martin Meiswinkel lebt und arbeitet in Köln.