Künstlerhaus Göttingen
im Lichtenberghaus

Weißer Saal
12.02. – 15.03.15
Bernhard Kock, Constanze Prelle,
Frank Rosenthal, Reinhard Stoppe
abgeklebt

Eröffnung: 12.02.15, 19.00 Uhr
Einführung: Michael Stoeber

Die Arbeitsgruppe aus Hannover – besteht aus den Künstlern Constanze Prelle, Bernhard Kock, Reinhard Stoppe und Frank Rosenthal – will in dieser Gemeinschaftsausstellung die spannenden Bezüge zwischen den unterschiedlichen Werken deutlich machen. Das Formenvokabular aus Linien und einer Vielfalt von geometrischen Flächen lehnt sich dabei an historische Ressourcen wie Konstruktivismus, Konkrete Kunst oder Hard-Edge-Malerei an.

Constanze Prelle verwendet Klebebänder als künstlerischen Ausdrucksträgern in Form von Plastiken. Ihre Farbe, Textur und Materialeigenschaft werden zum Gestaltungsmittel: übereinander geklebt, aufgespannt und ineinander geflochten, zusammenhaltend oder sich loslösend entstehen abstrakte Räumlichkeit.

Bernhard Kock benutzt für seine Malerei Klebebänder als technisches Hilfsmittel. Mit den Klebebändern werden ausgewählte Parzellen auf der Leinwand exakt abgeklebt, sodass sich der Malprozess ausschließlich dort ausrichten und konzentrieren kann. Zudem bekommen die Klebebänder in seinen Rasterbildern eine kompositorische Funktion.

Reinhard Stoppe verwendet Klebebänder, um auf seinen minimalistischen Malereien klare Konturen zu erzeugen. Nach dem Abziehen von der Leinwand werden die teilweise mit Farbe bedeckten Klebebänder auf kleinen Pappstücken zu eigenständigen Bildern neu arrangiert. Dabei entstehen Serien von Collagen, die spielerisch-romantische Gegenstücke zu den eher strengen Malereien auf Leinwand darstellen.

Frank Rosenthal nutzt in seinen Bildern Klebebänder auf verschiedene Art und Weise: Zum einen als technisches Hilfsmittel, zum anderen als konkretes Gestaltungselement. Verschieden breite und bemalte Klebebandstreifen werden direkt in die Bilder eingefügt. Mitunter werden sie durch Malerei simuliert , in mimetische Wiedergabe bemalter Klebebänder.