Künstlerhaus Göttingen
im Lichtenberghaus
Weißer Saal
18.04. – 07.07.13


In der neuen Reihe interView wollen wir Einblick geben in die Entwicklungsprozesse der Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern aus unserer Region, die dem hiesigen Publikum noch nicht so bekannt sind oder die einen neuen Schritt in ihrer Entwicklung gewagt haben. In einem Interview zum Auftakt der Ausstellung bei der Eröffnung, soll versucht werden, verständlich zu machen, worum es der jeweiligen Künstlerin, dem jeweiligen Künstler bei ihrer Arbeit geht. Es ist sicher sehr aufschlussreich im Einzelnen zu erfahren, warum jemand beispielsweise den Weg in die künstlerische Betätigung gewählt hat oder welche Absichten und welche Hintergründe zu einer bestimmten künstlerischen Gestaltung geführt haben.
In diesem Jahr wollen wir in 4 interView-Ausstellungen den Blick auf Eigenarten und Beweggründe der ausgewählten Künstlerinnen und Künstler werfen. Dabei sind immer 2 aufeinander folgende Ausstellungen in einem thematischen Zusammenhang kombiniert und auf der Einladungskarte zusammen präsentiert.

Annemarie Prell "Ansichten"
18.4. – 5.5.13
Annemarie Prell
„Ansichten“

Vernissage: Donnerstag, den 18. April um 19 Uhr
Georg Hoppenstedt führt mit der Künstlerin ein interView

Als erste Künstlerin wird Annemarie Prell am Donnerstag, den 18. April Einblick in ihre Arbeitsweise und ihre künstlerischen Beweggründe geben. Sie hat sich primär mit der Darstellung von Landschaften auseinandergesetzt. Waren es zuerst hauptsächlich Architekturlandschaften von Baustellen oder Industriekomplexen, die sie in schwungvoll dynamischer Malweise in ihrer ungeschlachten, rohen Erscheinungsweise wiedergegeben hat, sind es neuerdings Fotos von Städten oder Landschaften im Format von Ansichtskarten, die sie als Collagen in Verbindung mit großen gestischen Pinselschwüngen zu komplexen Raumgebilden verbunden hat.

Annemarie Prell "Ansichten" Annemarie Prell "Ansichten"
Annemarie Prell "Ansichten"
Annemarie Prell "Ansichten"




Rainer Lynen "Farb-Architektur"
09.05. – 26.05.13
Rainer Lynen
„Farb-Architektur“


Vernissage: Donnerstag, den 9. Mai um 19 Uhr
Georg Hoppenstedt führt mit dem Künstler ein interView

Auf die Architekturbilder von Annemarie Prell, die bestimmt sind von einer spontanen individuellen Formgestalt, folgt am 9. Mai eine Ausstellung von Bildern von Rainer Lynen, der sich ebenfalls mit Architekturansichten auseinandersetzt. In seinen Bildern versucht Rainer Lynen, ausgehend von konkreten Ansichten in unserer Region, stark stilisierte Form- und Farbkompositionen herauszudestillieren. Gerade die Gegenüberstellung dieser gegensätzlichen Gestaltungsweisen dürfte reizvoll und aufschlussreich sein.

Rainer Lynen "Farb-Architektur" Rainer Lynen "Farb-Architektur"
Rainer Lynen "Farb-Architektur" Rainer Lynen "Farb-Architektur"




Rita Schepp-Wohlgethan, o.T., 2013, Monotopie auf Pergamin-Papier, 20x32 cm
30.05. – 16.06.13
Rita Schepp-Wohlgethan
„Flächenland“

Vernissage: Donnerstag, den 30. Mai um 19 Uhr.
Georg Hoppenstedt führt mit der Künstlerin ein interView.

In der 3. Folge der Reihe "interView" zeigt die Göttinger Künstlerin Rita Schepp-Wohlgethan Arbeiten in ihrer bevorzugte Technik, der Monotypie. Monotypie bedeutet Einmal-Druck. Es ist aber keine Drucktechnik im herkömmlichen Sinne, kein Verfahren, um mehrere Abzüge von einem Druckträger machen zu können, eine Monotypie ist immer ein Original. Es ist ein indirektes Arbeitsverfahren, bei dem das Bild über einen Zwischenträger erarbeitet wird. Von diesem Zwischenträger, auf den die Farbe aufgetragen und auf dem die Struktur erarbeitet wird, kann dann ein Papierabzug genommen werden, bei dem auch die Art und Weise des Abdruck-Nehmens noch von Bedeutung ist. Diese Technik ist besonders geeignet, um unmittelbar aus der Inspiration des Augenblicks heraus zu arbeiten.
Bei den Monotypien von Rita Schepp-Wohlgethan ist der Wechselbezug von klarer, strenger Form und filigraner, subtiler Struktur von großem Reiz. Auf die Vielfältigkeit und Lebendigkeit der Flächen und Formen, die sie in ihrer Technik erzeugt, spielt der Titel an, den die Künstlerin ihrer Ausstellung gegeben hat: „Flächenland“. Eine besondere Note haben zudem ihre Monotypien zu bieten, die sie auf transparentem Papier geschaffen hat, wenn durch das durchscheinende Licht die Arbeiten eine große Strahlkraft der Farben aufweisen.
Rita Schepp-Wohlgethan "Flächenland" Rita Schepp-Wohlgethan "Flächenland" Rita Schepp-Wohlgethan "Flächenland"



Anne Kern, o.T., 2013, Mischtechnik auf Holz, 115x115 cm
20.06. – 07.07.13
Anne Kern
„Zwischenwelten“

Vernissage: Donnerstag, den 20. Juni um 19 Uhr.
Georg Hoppenstedt führt mit der Künstlerin ein interView.
Unter dem Titel "Zwischenwelten" zeigt Anne Kern Bilder, in denen menschliche Figuren von malerischen Strukturen überlagert und durchwirkt werden, so dass man sich in traumartigen Welten zu bewegen meint. Ihre Erfahrung von Innerem und Äußerem konfigurieren sich in ihren Bildern, gesehen mit dem "inneren Auge“. Sie sagt weiterhin dazu: „Wir alle erleben die Welt letzten Endes durch unser Inneres. Körper und Seele vereinigen sich bei der Verarbeitung der Einflüsse von außen und wirken so wieder auf die Umwelt zurück."
Anne Kern "Zwischenwelten"

Anne Kern "Zwischenwelten" Anne Kern "Zwischenwelten"