Künstlerhaus Göttingen
im Lichtenberghaus


13.09. – 14.10.12
Frank Werger
- Spuren und Zeichen -


Vernissage: 13.09., 19:00 Uhr
Einführung: Michael Stöber

Am Donnerstag, den 13. September 2012 eröffnet die Ausstellung mit Arbeiten des Künstlers Frank Werger im Künstlerhaus Göttingen.
Bilder, die wie Tastobjekte anmuten, Gebilde zwischen Malerei, Relief, fast Skulptur, das ist ein fester Bestandteil des Werkes von Frank Werger. Er ist Maler und gleichzeitig ein Bildarbeiter, der in großen, vielschichtigen Farbflächen denkt. Es sind Bilder, die uns tief mit der Stofflichkeit aber auch mit der unerschöpfli-chen Vielfalt des Materials Farbe vertraut werden lassen. Frank Werger ist Jahrgang 1953 und studierte in der 80er Jahren an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig Seit Ende der 80er-Jahre arbeitet er an Bildern, die zum weiten Feld der abstrakten Kunst gehören.
Kennzeichnend für seine Arbeiten ist eine modeste, gesetzte und fast tonal wirkende Farbigkeit, deren Zurückhaltung durch Kontraste aus feinen Kaligraphien, Kratzspuren, Zeichen und eingegrabenen gestischen Malspuren konterkariert wird. Bilder werden zu experimentellen Flächen, die uns durch ihre einge-setzten Lineamente und Zeichen hineinführen in eine Welt, die offen ist für alles. Werger arbeitet nicht nur traditionell mit dem Pinsel, hier wird geschichtet, gekratzt, gestrichen, gerissen, seine Bilder tragen Spuren wie ein Sammelbecken gelebten Lebens und erfahrbarer Zeit.


Die Ausstellung im Künstlerhaus präsentiert ein weites Spektrum. Neben der Malerei sind auch abstrakte grafische Arbeiten zu sehen, die ihn als großen Koloristen und ganz sensiblen Bildzeichenkonstrukteur auszeichnen, zwischen Ausdruck und Überlegung, zwischen Farbmaterie, ihren Spuren und Zeichen. Als Kinderbuchautor und - illustrator aber zeigt der Künstler Frank Werger in den letzten zwei Jahren seine Leidenschaft für das Gegenständliche. In seinen kleinformatigen Aquarellen zum Buch „Das Tier“ tritt Werger mit der Unschuld des Tieres den Errungenschaften der Zivilisation entgegen. Dabei versteht es Werger sich nicht als Erwachsener zu den Kindern niederzu-beugen, sondern aus der Fülle einer wach und lebendig gebliebenen lauteren Kindlichkeit zu sprechen.